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Champions League29. Juni 2026

Algerien und Österreich: 44 Jahre später riecht es nach „Biscotti“

Algerien und Österreich treffen 44 Jahre nach einem umstrittenen Vorfall bei der WM 1982 erneut aufeinander. Damals führte ein stillschweigendes Abkommen zwischen Deutschland und Österreich zur Eliminierung Algeriens.

Algerien und Österreich: 44 Jahre später riecht es nach „Biscotti“

Algerien und Österreich stehen sich erneut gegenüber. 44 Jahre nach dem berühmten „Biscotti“-Vorfall in Spanien treffen die beiden Teams am Sonntagabend (04:00 Uhr deutscher Zeit) in Kansas City aufeinander. Aktuell belegt die Mannschaft von Ralf Rangnick den zweiten Platz in ihrer Gruppe, dank einer besseren Tordifferenz (0 gegenüber -2 für Algerien). Paradoxerweise haben die „Wüstenfüchse“ eine bessere Ausgangsposition, obwohl sie hinterherhinken. Wenn die Gruppenphase in 90 Minuten endet, könnte Algerien auf die Schweiz treffen, einen starken Gegner, jedoch nicht so stark wie Spanien. Die Spanier haben ihre Gruppe gewonnen und erwarten den Zweitplatzierten aus Gruppe J, was derzeit Österreich wäre.

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Der Skandal von 1982: Der „Biscotto“ zwischen Österreich und Deutschland führte dazu, dass Algerien eliminiert wurde, was die FIFA schließlich dazu bewog, die Regeln zu ändern. Bei den Weltmeisterschaften in Spanien waren Algerien und Österreich Teil eines umstrittenen Spiels, das die Welt des Fußballs erschütterte. In der damaligen Gruppentabelle hatten Österreich und Deutschland 4 Punkte, Algerien 2 Punkte und Chile 0 Punkte. Algerien gewann gegen Chile am letzten Spieltag mit 3:2, spielte jedoch einen Tag vor dem direkten Duell zwischen Deutschland und Österreich. Mit einem 1:0-Sieg für Deutschland konnten beide Teams in die nächste Runde einziehen. So kam es, dass Hrubesch in der 10. Minute für Deutschland traf und die restlichen 80 Minuten in einem beschämenden Zeitspiel endeten. Diese Partie, die als der „Pakt der Nichtangriff von Gijón“ bekannt wurde, führte dazu, dass die FIFA ab den nächsten Weltmeisterschaften die gleichzeitige Austragung der letzten Gruppenspiele vorschrieb.

Ein weiteres potenzielles „Biscotto“-Spiel könnte zwischen Kroatien und Ghana stattfinden, wobei die Afrikaner bereits qualifiziert sind und es komplizierter ist, da sie vor den möglichen Gegnern Portugal und Kolumbien spielen werden. Kroatien könnte auf ein Unentschieden spielen und sich damit zufriedengeben. Iran hat als interessierter Zuschauer nach dem Spiel gegen Ägypten einen Zettel in den Umkleideräumen des Lumen Field in Seattle hinterlassen, der an die beteiligten Teams gerichtet war: "Wir kommen aus dem Iran, einem Land, das seit Tausenden von Jahren Ehre über den Sieg stellt. Für uns ist Fußball mehr als nur ein Spiel; es ist ein Charaktertest. Ihr könnt Punkte auf jede erdenkliche Weise gewinnen, aber Respekt erlangt man nicht so. Ihr könnt aus einer Gruppe aufsteigen, aber nur der Sportsgeist erlaubt es euch, stolz vor dem Urteil der Geschichte zu stehen. Fair Play ist nicht nur eine Regel im Fußball; es ist die Seele des Spiels. Danke, Seattle, für eure Gastfreundschaft. Und danke an alle Iraner, die ihre Herzen, Stimmen und ihr ganzes Wesen für den Iran ins Spiel gebracht haben. Iran, immer stolz." In dieser letzten Runde haben wir bereits ein Unentschieden zwischen Paraguay und Australien gesehen, das beiden Seiten genützt hat, da die beiden Mannschaften nicht über ein 0:0 hinausgekommen sind. Die Hoffnung bleibt, ein ganz anderes Spektakel zu sehen. Schließlich erlitten auch die Algerier 1982 eine Ungerechtigkeit durch Österreich und nach 44 Jahren hätten die Wüstenfüchse die Gelegenheit zur Rache.

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