Liverpool zeigt Interesse an Adam Wharton – Mittelfeldpuzzle bleibt
Liverpool erwägt eine Verpflichtung von Adam Wharton, um ihr Mittelfeld zu verstärken. Das Interesse des Vereins ist langanhaltend, doch das mögliche Geschäft hängt von den Forderungen Crystal Palaces und den Abgängen bei Liverpool ab.
Lynchs Äußerungen sind von Bedeutung. „Was ich sagen kann, ist, dass sie Wharton schon seit einer Weile mögen“, erklärte er. Dies ist kein flüchtiger Zusammenhang. Er fügte hinzu, dass Liverpool eine "gute Beziehung zu seinen Vertretern" pflegt, die bis zu Whartons Zeit bei Blackburn zurückreicht, was darauf hindeutet, dass bereits seit einiger Zeit Vorarbeiten geleistet wurden.
Trev Downey, der ebenfalls an der Diskussion beteiligt war, stellte die steigenden Kosten für Mittelfeldspieler in der aktuellen Transferperiode heraus und bemerkte, dass Whartons angebliche Bewertung von "sechzig Millionen" in Richtung weit höherer Summen tendiert. Lynch stellte jedoch klar, dass ein Deal nicht einfach oder unmittelbar bevorsteht. Crystal Palaces Position sei entscheidend. "Es hängt alles davon ab, was Crystal Palace will", sagte er. Diese Aussage bringt die zentrale Spannung auf den Punkt.
Liverpool mag zwar Interesse an Wharton haben, der Spieler könnte offen für einen Wechsel sein, und die Beziehung zu seinem Beraterteam ist stark. Doch Crystal Palace hat das entscheidende Mitspracherecht. In einem Premier-League-Markt, in dem heimische Clubs zunehmend bereit sind, hohe Ablösen zu fordern, muss Liverpool entscheiden, ob Wharton den Aufwand wert ist.
Ein weiterer wichtiger Punkt von Lynch war, dass Liverpool wahrscheinlich Platz im Kader schaffen muss, bevor sie ernsthaft für Wharton aktiv werden. "Sie müssen Verkäufe tätigen, um Plätze zu schaffen", sagte Lynch. Dabei wurde Curtis Jones als möglicher Abgang erwähnt, während auch Alexis Mac Allister als Spieler diskutiert wurde, der nicht unbedingt als unverkäuflich gilt. "Es gibt also zwei potenzielle Abgänge", fügte Lynch hinzu, und er betonte, dass Liverpool "Vereine benötigt, die mit dem richtigen Geld für die Spieler kommen, die sie verkaufen wollen".
Das macht die Diskussion um Wharton weniger zu einer Frage des Interesses von Liverpool, sondern mehr zu einer Frage, ob sich die Rahmenbedingungen um ihn herum ändern. Der Verein benötigt Kapazität im Kader, finanzielle Mittel und taktische Klarheit, bevor er sich zu einer solch bedeutenden Investition im Mittelfeld verpflichtet. Eine der interessantesten Bemerkungen von Lynch betraf den neuen Trainer von Liverpool, Andoni Iraola. Während Wharton unter dem vorherigen Trainer ein idealer Kandidat gewesen sein könnte, räumte Lynch ein, dass nun eine neue Frage zu klären sei. "Ich weiß, dass er ein langfristiges Ziel war, aber ich weiß nicht, ob Liverpool ihn als passenden Spieler für den Iraola-Stil sieht", sagte er.
Diese Überlegung ist der Schlüssel zu der ganzen Diskussion. Die Qualität von Wharton steht außer Frage. Die Unsicherheit besteht darin, ob die Rekrutierungsabteilung von Liverpool und das neue Trainerteam ihn als das richtige Profil für die nächste Version dieses Teams ansehen. Lynch erklärte, dass er, wenn Arne Slot noch verantwortlich wäre, mit mehr Sicherheit sagen könnte, dass Wharton eine Option wäre, falls sich eine Gelegenheit bieten würde. "Wenn Slot noch im Amt wäre, könnte ich mit einiger Zuversicht sagen, dass er einer wäre, den sie ins Auge fassen würden, wenn ein Platz frei wird", meinte er. "Das kann ich jetzt nicht ganz sagen, aber es gibt einen Deal, der gemacht werden kann."
Das schließt die Idee nicht aus, es macht sie nur nuancierter. Liverpools Interesse hat Geschichte, der Spieler hat Bewunderer, und das Geschäft wird seit geraumer Zeit bearbeitet. Dennoch hängt der Sommer weiterhin von den Forderungen Palaces, möglichen Abgängen im Mittelfeld und den taktischen Anforderungen von Iraola ab.
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