Warum VAR den vermeintlichen Siegtreffer Irans abseits abpfeifen ließ und sie in Gefahr bringt, aus der WM auszuscheiden, während Ägypten weiterkommt
Ägypten sicherte sich einen Platz in der K.o.-Runde der WM nach einem dramatischen 1:1-Unentschieden gegen Iran, bei dem ein später Treffer von Iran durch VAR aberkannt wurde. Irans Chancen auf ein Weiterkommen bleiben ungewiss, während sie auf die Ergebnisse anderer Spiele warten.

Ägypten wird am 3. Juli gegen Australien in der K.o.-Runde der WM spielen, nachdem sie mit einem dramatischen 1:1-Unentschieden gegen Iran den zweiten Platz in Gruppe G gesichert haben. Die erste Halbzeit begann spannend, als Mahmoud Saber in der 5. Minute einen Schuss abfeuerte, der durch die Beine von Irans Torwart Alireza Beiranvand ins Tor ging. Iran reagierte schnell und gewann vier Minuten später einen Elfmeter. Mehdi Taremi trat an, sah seinen Schuss jedoch pariert, bevor Ramin Rezaeian in der 15. Minute den Ausgleich erzielte. Er reagierte am schnellsten auf den Abpraller eines Schusses von Milad Mohammadi und versenkte den Ball aus spitzem Winkel.
Mit Belgien, das zu diesem Zeitpunkt 2:0 gegen Neuseeland führte, war dieses Spiel äußerst spannend. Ein drittes Tor für Belgien — von Kevin De Bruyne erzielt — ließ Ägypten auf den zweiten Platz zurückfallen und Belgien an die Spitze der Gruppe rücken. Daher war es für Hossam Hassans Mannschaft wichtig, wieder in Führung zu gehen. Neuseeland konnte gegen Belgien zwischenzeitlich verkürzen, was Ägypten wieder auf den ersten Platz hievte, doch Romelu Lukaku stellte den alten Abstand wieder her, und die Partie endete mit 5:1 für Rudi Garcias Team.
In der Nachspielzeit kam es dann zu einem großen Drama, als Iran dachte, Shoja Khalilzadeh habe ihnen den Sieg gesichert, doch VAR entschied hartnäckig auf Abseits. Iran hatte noch zwei weitere große Chancen, aber Ägypten hielt den Punkt — und damit den Einzug in die K.o.-Runde — fest.

Das 1:1 bedeutet, dass Iran den dritten Platz belegt. Ob sie als einer der besten Drittplatzierten weiterkommen, steht jedoch noch in den Sternen. Sie müssen auf die Ergebnisse der finalen Gruppenspiele am Samstag hoffen. Sollte Algerien gegen Österreich unentschieden spielen und DR Kongo gegen Usbekistan gewinnen sowie Kroatien mindestens ein Unentschieden gegen Ghana erreichen, wären die Iraner draußen.
Ein VAR-Entscheid, der den vermeintlichen Siegtreffer Irans abpfeifen ließ, hatte enorme Bedeutung. Der Spieler muss zum Zeitpunkt des Schusses auf den Ball in einer Abseitsposition sein, und die VAR-Analyse zeigte, dass Khalilzadeh tatsächlich vor dem einzigen ägyptischen Verteidiger war, was zu der Entscheidung führte. Die Emotionen schwankten in Seattle stark, insbesondere für Ägypten, als Mohamed Salah in der 57. Minute verletzt ausgewechselt wurde.
Die Spannung blieb bis zur Schlussphase hoch, als Iran noch einmal alles riskierte, um den Siegtreffer zu erzielen. Khalilzadehs "Tor" in der Nachspielzeit wurde jubelnd gefeiert, bevor VAR eingriff und die Freude in Trauer umschlug. Ägypten ist nun bereit, gegen Australien zu spielen, während Iran auf die Ergebnisse der anderen Spiele wartet und bangen muss, ob sie weiterkommen.
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