FIFA-Entscheidung zu Baloguns Platzverweis sorgt für Unmut
Der Artikel beleuchtet die Unzulänglichkeit der FIFA-Regeln bezüglich des Einspruchsverfahrens für rote Karten bei der WM, insbesondere im Falle des umstrittenen Platzverweises von Folarin Balogun während eines Spiels gegen Bosnien und Herzegowina.
Die FIFA-Regelung besagt in Artikel 66.4: "Eine rote Karte führt automatisch zu einer Sperre im nächsten Spiel. Die FIFA-Justizorgane können zusätzliche Spielsperren und andere disziplinarische Maßnahmen verhängen." Dies bedeutet, dass es nicht nur unmöglich ist, die Entscheidung anzufechten, sondern auch, dass die Strafe nur verschärft werden kann.
US-Mittelfeldspieler Tyler Adams kommentierte die Situation mit den Worten: "Typisch FIFA." Die FIFA argumentiert, dass durch die Einführung des Video-Schiedsrichters (VAR) der Bedarf an einem Einspruchsverfahren entfällt, da Entscheidungen in Echtzeit überprüft und möglicherweise geändert werden können. Im Fall von Balogun übersah der brasilianische Schiedsrichter Raphael Claus, wie der Spieler mit seinen Stollen in das Bein des bosnischen Verteidigers Tarik Muharemovic trat.
Nach einer VAR-Überprüfung wurde Claus an die Monitore verwiesen, wobei jedoch bereits entschieden war, dass die ursprüngliche Entscheidung bestehen bleibt. Balogun wurde für "ernsthaftes Foulspiel" bestraft, was in der Regel eine strenge Auslegung der Regeln darstellt. Die Verwendung von Zeitlupe zur Beurteilung einer Szene, die sich nicht in Zeitlupe ereignete, wirft Fragen auf.
Darüber hinaus gab es in der gleichen Partie, in der Lionel Messi gegen Algerien ein Tor erzielte, eine ähnliche Situation, bei der Messi keine Strafe erhielt, was die Ungleichheit der Entscheidungen weiter verdeutlicht. Pochettino merkte an: "Für mich sind beide keine roten Karten."
Die Tatsache, dass die USA nicht die Möglichkeit haben, auch nur einen Einspruch zu erheben, wird als schwerwiegender Mangel angesehen, der Balogun für das entscheidende Spiel im Achtelfinale gegen Belgien am Montag auf die Tribüne verbannt. Dies ist besonders bitter für einen Spieler, der bisher zu den besten der Co-Gastgeber gezählt hat und nun zusehen muss, wie seine Mannschaft ohne ihn spielt. Die Unfähigkeit, solche Entscheidungen zu korrigieren, ist ein weiteres Beispiel dafür, dass bei der FIFA oft nicht der gesunde Menschenverstand herrscht.
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