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Champions LeagueJuly 4, 2026

Der unbekannte Held Spaniens: Mikel Oyarzabal

Mikel Oyarzabal hat sich als Schlüsselspieler für Spanien bei der WM etabliert, erzielte zwei Tore gegen Österreich und zeigte seine Wichtigkeit im Angriff der Mannschaft.

Der unbekannte Held Spaniens: Mikel Oyarzabal

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Vor jedem Spiel Spaniens bei dieser WM war ein Name das große Thema auf den Trikots der Fans: Lamine Yamal. Auch im Stadion von Los Angeles stand der 18-Jährige beim Achtelfinalspiel gegen Österreich im Mittelpunkt der Kameras, als die Spieler das Spielfeld betraten. Doch der Spieler, der vielleicht nicht der größte Name im spanischen Kader ist, hat bis jetzt am hellsten gestrahlt: Mikel Oyarzabal. Der 29-jährige Stürmer von Real Sociedad erzielte beim 3:0-Sieg gegen Österreich, dem ersten KO-Runden-Sieg Spaniens seit 16 Jahren, zwei Tore. "Es ist ganz klar, dass Yamal der Leader der Mannschaft ist und alles, was die anderen machen, hat mit ihm zu tun", sagte der spanische Fußballexperte Guillem Balague im Interview mit BBC Radio 5 Live. "Mikel Oyarzabal ist der unsichtbare Mann, er hat in jedem Finale, in dem er gespielt hat, getroffen. Er ist einer der intelligentesten Spieler, die wir haben, und er ist derjenige, der Spiele entscheiden kann." Oyarzabal, der vor vier Jahren die WM in Katar wegen einer Verletzung (Riss des vorderen Kreuzbandes) verpasste, war in den letzten vier Jahren jedoch kaum im Rampenlicht. Doch vier Jahre später, mit 12 Toren in 12 Länderspielen, war er vor seiner WM-Premiere in der Form seines Lebens. Das Doppelpack gegen Österreich erhöhte seine Bilanz auf 17 Tore in den letzten 16 Spielen für die Nationalmannschaft. "Seine letzten beiden Saisons, seit er wieder fit ist, sind die besten seiner Karriere", fügte Balague hinzu. "Vier Tore bei dieser WM, unser entscheidender Spieler, ohne Zweifel." Spanien spielte bei der EM 2012 bekanntlich ohne echten Stürmer, doch Oyarzabal ist jetzt das zentrale Element im Angriff der Iberer, wie die beiden Tore gegen Österreich zeigen. "Manchmal hat man bei Spanien Zweifel, wer die Tore schießt, aber Oyarzabal macht zurzeit seinen Job sehr gut", sagte der ehemalige spanische Nationalspieler César Azpilicueta im Interview mit BBC One. "Vor ein paar Jahren hat er mehr auf der rechten Seite gespielt, aber er hat sich mehr in die Mitte bewegt." Seit Beginn des letzten Jahres ist Oyarzabal mit 22 Toren der zweitbeste Torschütze Europas, hinter dem Norweger Erling Haaland. Zudem ist er der erste Spanier seit Emilio Butragueno, der in einem WM-KO-Spiel zweimal getroffen hat (gegen Dänemark 1986). Die Statistiken sind beeindruckend, doch sie verdecken nicht, dass Oyarzabal auch von Lamine Yamal profitiert, dessen Spielweise ihm Räume schafft. "Wenn du so einen Spieler wie Lamine Yamal in deinem Team hast, der so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, dann profitierst du davon und hast mehr Platz", erklärte der ehemalige deutsche Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. "Oyarzabal nutzt diesen Platz, bekommt den Ball und macht die Tore." Oyarzabal ist auch ein Spieler, der in der heutigen Zeit selten geworden ist: Er hat seine gesamte Karriere bei nur einem Verein gespielt, nämlich Real Sociedad. In der vergangenen Saison erzielte er mit 15 Toren in der Liga seine beste Torausbeute und bestätigte damit seine gute Form in der Nationalmannschaft. Oyarzabal verriet vor kurzem, dass sein Torinstinkt schon in der Kindheit, als er noch eine andere Sportart ausübte, geweckt wurde: "Ich habe Hockey gespielt und viele Tore geschossen. Ich hatte immer diese Stimme im Kopf: ‚Es ist egal, wenn du ein Tor verpasst, es kommen noch mehr‘. Ich konnte Tore riechen, und diese Stimme war immer in meinem Kopf. "Wenn du weiter vorne spielst, musst du dich mehr darauf konzentrieren, wo der Ball landen wird und wo du stehen musst, um eine Chance zu haben." Oyarzabal ist nicht der einzige Grund, warum Spanien ein ernsthafter Anwärter auf den WM-Titel 2026 ist. Die Iberer sind momentan in ihrer zweitlängsten ungeschlagenen Serie, der Sieg gegen Österreich war das 34. ungeschlagene Spiel. Wenn sie das Viertelfinale erreichen, würden sie die Rekordmarke von 35 Spielen erreichen. Nach einem schwachen Start in dieses Turnier, mit einem überraschenden 0:0 gegen Kap Verde, haben sich die Spanier gesteigert. In den letzten beiden Spielen erzielten sie insgesamt 5 Tore und kassierten kein einziges.

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