Japanische Tränen und Kampfgeist nach der Eliminierung: "Es kommt der Tag, an dem wir Favoriten sind"
Japan ist ausgeschieden auf dem WM nach einer Niederlage gegen Brasilien. Die Spieler Ueda, Tomiyasu und Itakura reflektieren über die Enttäuschung und das Wachstum des japanischen Fußballs.


Für Japan sitzt der Schock nach der 0:1-Niederlage gegen Brasilien im Achtelfinale der WM 2026 tief. Wieder einmal schieden die Samurai Blue in der ersten K.o.-Runde aus. Die Spieler Ayase Ueda (Feyenoord), Takehiro Tomiyasu (Arsenal) und Ko Itakura (Borussia Mönchengladbach) äußerten sich nun zur Enttäuschung über das Ausscheiden und blickten optimistisch in die Zukunft. "Es ist sehr, sehr enttäuschend, dass wir verloren haben. Ich hätte nie gedacht, dass wir verlieren würden", sagte Ueda, der nach dem Spiel in Tränen ausbrach. "Wir müssen aber realistisch sein. Unsere individuelle Qualität und unsere Taktik sind im Moment noch nicht auf dem Niveau von Brasilien." Dennoch hat der Stürmer das Gefühl, dass die Japaner in diesem Turnier gezeigt haben, dass sie mit den besten Mannschaften der Welt mithalten können. "Es ist jetzt sehr bitter, aber ich bin überzeugt, dass das Niveau des japanischen Fußballs steigt. Es wird der Tag kommen, an dem wir Favoriten bei einem Turnier sind und nicht nur als Außenseiter gelten." Auch Tomiyasu war nach dem Spiel sehr enttäuscht. Der Verteidiger äußerte sich wie immer sehr analytisch und stellte fest, dass es noch eine große Lücke zwischen Japan und den Topmannschaften gibt. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Wir hatten vor dem Turnier gute Ergebnisse gegen Topmannschaften, aber das waren alles Freundschaftsspiele. Ich habe das Gefühl, dass es trotzdem einen großen Unterschied an Qualität gibt." Itakura, der nach der Verletzung von Wataru Endo das Kapitänsamt übernommen hatte, kam gegen Brasilien nicht zum Einsatz. Er musste zusehen, wie Shogo Taniguchi die Position in der Abwehr besetzte. "Ich bin sehr enttäuscht über das Ergebnis. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir verlieren sollten. Ich finde, wir haben uns gut verkauft und das Spiel hätte auch anders ausgehen können", sagte Itakura. Der Verteidiger musste ebenfalls nach dem Spiel weinen, als er über seine Rolle als Kapitän im Turnier sprach. "Ich habe nicht so viel helfen können, wie ich es mir gewünscht hätte. Das ist enttäuschend. Aber ich habe gesehen, dass jeder im Team motiviert war und hart gearbeitet hat, egal wie viel sie gespielt haben." Nun gilt es für die Japaner, sich schnell von der Enttäuschung zu erholen und den Blick nach vorne zu richten. "In jedem Wettbewerb gibt es einen Gewinner und einen Verlierer. Wir müssen akzeptieren, dass wir in diesem Wettbewerb nicht gut genug waren. Aber ich finde, wir haben als Mannschaft gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind," so Itakura.
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