WM-Check: Ronaldo trifft doppelt, England enttäuscht gegen Ghana
Cristiano Ronaldo zeigt sich in bester Form und trifft in einem Spiel der WM gegen Usbekistan gleich doppelt. England enttäuscht hingegen gegen Ghana, das Spiel endete 0:0. VAR-Entscheidungen sorgen zudem für Diskussionen.

Wir sind fast zwei Wochen in der Weltmeisterschaft und Cristiano Ronaldo hat sich endlich zurückgemeldet. Der 41-Jährige wurde mit seinen Toren 9 und 10 der portugiesischen Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften deren erfolgreichster Torschütze aller Zeiten und ließ die Legende Eusébio hinter sich. Der Unterschied ist: Ronaldo benötigte dafür sechs Weltmeisterschaften. Eusébio spielte vor 60 Jahren, bei der einzigen WM, 1966, und erzielte dort seine Tore.
Währenddessen mühte sich England im Boston gegen Ghana ab, die Partie endete 0:0. Dabei hatte England 79 Prozent Ballbesitz, sie kamen auf 19 Torschüsse, viele davon im letzten Drittel der Partie, konnten aber kein Tor erzielen. Es war erst das vierte 0:0 in einem ansonsten torreichen Turnier, in dem die Zuschauer verwöhnt wurden mit vielen Toren. „Es ist wichtig, die Höhen nicht zu hoch und die Tiefen nicht zu tief zu halten“, sagte Thomas Tuchel, Trainer der englischen Nationalmannschaft. „Es ist keine Tiefpunkt, es war ein schwieriges Spiel.“
Im letzten Spiel des Tages sicherte sich Kolumbien mit einem 1:0 gegen die DR Kongo den Einzug in die K.o.-Runde. Wer die Kolumbianer vom ersten Platz in der Gruppe K verdrängen will, muss sich mit einem weiteren Titanen anlegen: Portugal.
Hier ein Überblick über die Spiele des Tages:
Gruppe K: Portugal – Usbekistan 5:0
Gruppe L: England – Ghana 0:0
Gruppe L: Panama – Kroatien 0:1
Gruppe K: Kolumbien – DR Kongo 1:0
Ronaldo bricht einen weiteren Torrekord
„Ich bin zurück!“, verkündete Ronaldo selbstbewusst. Die Kritik, die er mit dieser Aussage wohl ansprach, bezog sich nicht auf die Frage, warum er nicht präsent sei, denn er ist der erste Mensch, der in sechs Weltmeisterschaften ein Tor erzielt hat. Die Fragen drehten sich eher darum, warum er überhaupt noch spielt und ob er der Mannschaft nicht mehr zur Last falle, anstatt sie zu unterstützen. Zwei Tore gegen Usbekistan in einem 5:0-Sieg waren Ronaldos Antwort.
„Oh mein Gott, das ist genau das, was er macht!“, sagte sein ehemaliger Mitspieler und Freund Rio Ferdinand, der gerade in Los Angeles weilt.
Die beiden Tore erzielte Ronaldo allerdings gegen einen Gegner, der zum ersten Mal bei einer WM spielte, der in der FIFA-Rangliste auf Platz 59 steht und der weniger als ein Jahr vor der WM Oman nicht einmal besiegen konnte.
„Du darfst Ronaldo keinen Zentimeter Raum lassen“, sagte der Trainer Usbekistans, Fabio Cannavaro. „Denn wenn du es tust, bist du erledigt.“
Diese Tore waren Ronaldos ersten Tore in einer Weltmeisterschaft, die er nicht in Form eines Elfmeter erzielt hat, seit fünf Jahren. Hatte er etwa bei der letzten WM in Katar oder der Europameisterschaft in Deutschland vor zwei Jahren keinen Raum?
Das ist eine interessante Frage, denn bei dieser WM scheint der Raum für die Stürmer größer als gewohnt zu sein. Kylian Mbappé hätte gegen den Irak drei Tore erzielen können, ebenso Erling Haaland. Die norwegische Mannschaft, die in der FIFA-Rangliste einen Platz hinter Usbekistan steht, war gegen die USA beschäftigt. Haiti, das in dieser WM zum ersten Mal seit 1974 wieder teilnimmt, hat seit fast fünf Jahren keinen Heimspiel mehr bestritten. Sie mussten Brasilien als Gegner akzeptieren, und Vinícius Junior war an allen drei Toren beim 3:0-Sieg der Brasilianer über Haiti beteiligt.

Während gegnerische Mannschaften also weniger erfahren sind, kommt es bei den erfahrenen Spielern wie Ronaldo offenbar darauf an, wie viele Spiele sie noch in den Beinen haben.
England enttäuscht gegen Ghana
Wenn die Frage nach einem guten Spieler oder einem Spieler, der in dieser WM gut spielt, aufgerufen wird, wird wohl jeder antworten: Jude Bellingham. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid war auch im Spiel gegen Ghana der beste Spieler auf dem Platz, aber er machte einen gravierenden Fehler, der zum einzigen Gegentor der Kolumbianer in dieser WM führen könnte: Er verlor im Mittelfeld den Ball an Martin Baturina von Kroatien, der dann im England-Strafraum Jude Bellingham zu Fall brachte.
England steht nach diesem Spiel mit zwei Punkten auf dem zweiten Platz der Gruppe L, während Ghana mit einem Punkt auf dem letzten Platz der Gruppe steht.
Hier ein kleiner Überblick über die Partie:
- England hatte 65 Prozent Ballbesitz
- England hatte 14 Torschüsse, davon 2 aufs Tor
- Ghana hatte 6 Torschüsse, davon 2 aufs Tor
- England hatte 4 Ecken, Ghana 2
- England beging 9 Fouls, Ghana 10
VAR sorgt für Diskussionen
Zwei strittige Entscheidungen gab es im Spiel zwischen England und Ghana, die beide gegen Ghana fielen. Der Trainer der ghanaischen Nationalmannschaft, Carlos Queiroz, äußerte sich nach dem Spiel sehr kritisch über die Arbeit des Schiedsrichters und des VAR.
Er sagte: „Ich habe meine Zweifel, ob der VAR im Spiel tätig war oder ob er einfach einen Urlaub genommen hat. Das war eine klare Entscheidung, die hätte getroffen werden müssen, eine rote Karte für den Torwart der englischen Mannschaft. Und außerdem, wie was Konsas Foul im Strafraum von England, das ist eine klare rote Karte und ein klarer Elfmeter für Ghana.“
Queiroz machte mit seinen ironischen Äußerungen deutlich, dass er mit den Entscheidungen nicht einverstanden war.
"Hat der VAR im Turnier überhaupt gearbeitet? Ich habe Zweifel, ob der VAR im Turnier überhaupt aktiv ist, oder ob er sich eine Auszeit genommen hat und ist im Urlaub. Das ist eine klare Entscheidung, die hätte getroffen werden müssen, dass der Torwart von England eine rote Karte bekommen hätte. Und das Foul von Ezri Konsa im Strafraum von England, das ist eine hundertprozentige Entscheidung, die hätte getroffen werden müssen vom VAR."
More News

Erdbeben
Erdbeben schockiert die Gegner im Ribblesdale Stakes.
Beldenti vor Wechsel zur Fiorentina, Cagni: "Tolle Verpflichtung, mit 20-21 ist man nicht mehr jung"
Die Fiorentina ist in procinto di acquistare Dennis Beldenti, un giovane talento dell'Union Brescia, con l'allenatore Luigi Cagni che commenta l'importanza di investire nei giovani.

Oosting sieht perfekte Übereinstimmung mit Go Ahead Eagles: 'Dieser Klub ist authentisch'
Joseph Oosting, neu ernannter Trainer von Go Ahead Eagles, äußert seine Begeisterung für die Authentizität des Klubs und reflektiert über seine bisherigen Trainerstationen, darunter FC Twente und Antwerp FC.